Klos für alle!

KLOS FÜR ALLE!

Inzwischen weiß man, wir können nur groß in Sachen Nachhaltigkeit. Allseits bereit unser Denken auszubauen und immer auf der Suche nach Ideen, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Wo kann man das am besten? An dem Ort der als Metapher der eigenen Zurückgezogenheit dient, an dem Ort der einen gewissen Ruf besitzt, Ursprung des Denkens und der Klugheiten zu sein, ja, an dem Ort, der sicher schon oft Aufhänger für so manche gute Geschichte gewesen ist.

Das stille Örtchen als Beginn einer sagenumwobenen Revolution und zum Glück gibt es viele Revoluzzer unter uns…

Denn nur so konnten wir die Toilette von Morgen weiter entwickeln. Schneller Auf- und Abbau, Ohne Wasser, ohne Chemie! Das geht? Jupp! Und wer hat sie entwickelt? Die Hamburger Jungs von Goldeimer. This is the shit! Ursprünglich kommt Malte Schremmer 2012 während seiner Projektreise mit der Wasserinitiative Viva con Agua durch Ghana und Burkina Faso auf die Goldidee, Komposttoiletten zu entwickeln. Die Toiletten von Goldeimer benötigen weder Wasser noch Chemie. Die gesammelte Biomasse kann z.B. zu fruchtbarem Humus kompostiert werden. Hier wird nicht gespült – hier wird gestreut, mit Sägespänen. Riecht gut und klappt wunderbar. Probeläufe der Komposttoiletten wurden 2013 auf Festivals getestet. Heute erobert das Kompost-Klo die Festivallandschaft im Sturm und die Jungs sind heiß wie Frittenfett.

MISTER BAGS HAUT AUF DIE KACKE!

Aber so ne´ Komposttoilette fürs Büro? Hm, dass ist wohl mit unüberwindbaren Hürden verbunden. Aber wo Klos sind, muss auch Klopapier sein und das hat Goldeimer auch. Quasi das soziale Toilettenpapier. Das finden wir super. Goldeimer unterstützt schon länger Viva con Agua und die Welthungerhilfe bei weltweiten Sanitärprojekten. Und on top ist das Klopapier natürlich 100% recycelt und zertifiziert mit dem Blauen Engel (hier musste also kein Baum für sterben). 

Jeder einzelne Kauf unterstützt die Arbeit und den Bau von Toiletten weltweit in Ländern, die keine eigene gute Infrastruktur haben. Wenn man bedenkt, dass weltweit 4,5 Milliarden Menschen keine vernünftige Sanitärversorgung haben und jährlich 361 000 Kinder an Durchfallerkrankungen sterben (WHO) – dann finden wir das absolut unterstützenswert!

Die wohl wichtigste Rolle im Leben – weltweit!

Goldeimer hat u. a. die Welthungerhilfe – eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland als starken Partner. Menschen, die keinen Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen oder Hygiene (WASH) haben, werden häufig krank. Um den Armuts-Kreislauf zu durchbrechen ist die Weiterentwicklung der WASH-Projekte ein zentraler Schwerpunkt der Welthungerhilfe. Derzeit werden 61 Projekte im Bereich WASH unterstützt, vorrangig in Afrika und Asien und ermöglicht damit rund eine Millionen Menschen ein besseres Leben. Goldeimer unterstützt eines dieser WASH-Projekte in Uganda.

WICHTIG: Hilfe kostet auch überhaupt nicht viel. Schon mit 6 Euro umgerechnet, lässt sich eine saubere Toilette bauen und die Menschen vor Ort können Hygiene-Schulungen erhalten. Und alle bleiben gesünder.

Deine Spende für Klos, ganz einfach hier: https://www.goldeimer.de/spenden/

Besseres Klopapier gibt es hier: https://www.goldeimer.de/jtl/shop

 


 

 

 

Ziemlich erschreckend, aber wahr: Etwa 2,4 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung, so die Plattform Helpling. Und wir? Verbringen ungefähr drei Jahre Zeit (!) unseres Lebens auf der Toilette. Hier haben wir 9 Fakten rund um die Toilette, die du unbedingt wissen solltest:

 

  1. Bringt es etwas Klopapier auf die Brille zu legen?

    Kennst du bestimmt auch: Wenn du unterwegs bist und dringend auf die Toilette musst, dich aber nicht darüber hocken, sondern hinsetzen möchtest, wird die Brille erstmal üppig ausgelegt. Aber ist das eigentlich notwendig? Eine Studie University of Arizona sagt: Nein. Auf einer Klobrille befinden sich etwa 50 Bakterienstämme pro Quadratzentimeter – auf einem Schneidebrett sind es 200! Die Keime können auf einer Keramikbrille nur kurzzeitig überleben und sollte sich dort doch mal Bakterien tummeln, schützt uns unsere Haut. Heißt also: Großzügiges Auslegen des Klopapiers ist nicht notwendig.

  2. Wie oft sollte man die Klobürste wechseln?

    Wenn du die Bürste alle sechs Monate austauschst, bist du auf der sicheren Seite. Ansonsten verteilen sich die Keime zu stark. Die Bazillen kannst du direkt in der Bürstenhalterung ersticken, indem du eine Mischung aus Wasser und Sanitärreiniger hineingibst.

  3. Abwischen mit Papier oder Wasser?

    In Deutschland sind Bidets so gut wie gar nicht verbreitet. In Italien, Portugal oder Frankreich und auch in Lateinamerika, dem Mittleren Osten, Ostasien und China sind sie neben oder in der Toilette installiert. Aber was ist denn hygienischer – die Säuberung mit gewöhnlichem Toilettenpapier oder einem Wasserstrahl? Nun, das ist zunächst natürlich Geschmacksache, eine Kombination aus beidem ist auch möglich. Umweltfreundlicher ist die Wasserdusche auf jeden Fall nicht.

  4. Wer wäscht sich öfter die Hände: Männer oder Frauen?

    Wer die Hände mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife wäscht, schützt sich vor Keimen. Nach einer Umfrage der London School of Hygiene waschen etwa 62 Prozent der Frauen, aber nur 32 Prozent der Männer ihre Hände nach dem Klogang.

  5. Warum sollte man sich während des Stuhlgangs hinhocken?

    Spätestens seit die Wissenschaftlerin Giulia Enders den Bestseller Darm mit Charme geschrieben hat, steht fest: Hinhocken ist gesund und wird eigentlich schon seit Urzeiten betrieben! Für uns ist es nur ungewohnt. Dabei bekommt der Darm auf diese Weise freie Bahn, wird also komplett entleert. Zudem verhindert die natürliche Sitzposition Darmerkrankungen wie Hämorrhoiden oder Verstopfung.

  6. Wo stecken die meisten Keime?

    Tatsächlich nicht auf der Klobrille (du erinnerst dich an Frage 1), sondern auf dem Wasserhahn – da wir diesen direkt nach dem Toilettengang anfassen. Deshalb solltest du ihn unbedingt einmal pro Woche mit Badreiniger sauberputzen. Keimfalle Nummer zwei ist das Handtuch, da es im nassen Zustand und aufgrund der toten Hautpartikel ein Paradies für Bakterien darstellt. Wasche es daher einmal pro Woche bei 60 Grad und lasse es trocknen. Feuchte Handtücher kannst du zwischendurch auf die Heizung hängen.

  7. Macht es einen Unterschied, ob ich mit offenem oder geschlossenem Deckel spüle?

    Vielleicht ist dir das auch schon mal passiert: Du spülst dein Geschäft herunter und das Wasser spritzt dir entgegen. Das ist nicht nur ekelig, es ist auch sehr unhygienisch. Eine wahre Keimschleuder, daher immer nur mit geschlossenem Deckel spülen.

  8. Was ist hygienischer – Lufttrockner oder Papiertuch?

    Über dieses Thema streitet sich die Gesellschaft. Einer Studie zufolge, die im „Journal of Applied Microbiology“ erschien, verteilen Drucklufthandtrockner 1300-mal mehr Bakterien in der Luft als Papierhandtücher. Die Hersteller wiederum kontern, dass die Tests von Papierherstellern finanziert und unter künstlichen Bedingungen durchgeführt wurden. Klar ist, dass das Benutzen von Papier umweltbelastender ist – der Rest muss wohl noch erforscht werden. Für alle Fälle am besten ein Desinfektionsgel dabeihaben – dann kann nichts schiefgehen.

  9. Ist meine Hoteltoilette wirklich sauber?

    Wenn du dir unsicher bist, schaue am besten auf die Scharniere und unter die Toilette – sind diese Details sauber, kannst du dich definitiv ruhigen Gewissens auf die Toilette setzen.

 

Quelle: https://www.wunderweib.de/9-fakten-rund-um-die-toilette-die-du-dich-nie-getraut-haettest-zu-fragen-101882.html


Verdammt verrückte Welt…

Modern Toilet Restaurant, Taiwan

Das Modern Toilet Restaurant sieht aus wie ein Badezimmer. Die Gäste sitzen auf Toiletten, die zu Stühlen um-funktioniert wurden, und essen die typisch asiatischen Gerichte aus kleinen Toiletten-schüsseln. Die Getränke kommen in Miniatur-Urinalen, die von Gästen gerne als Souvenir mitgenommen werden können.

Der Besitzer dieses Etablissements  ist ein ehemaliger Banker, der zunächst in seinem eigenen, ganz normalen Restaurant Eiscreme in einer kleinen Toilette aus Papier servierte. Das kam so gut an, dass er 2006 ein entsprechendes Themen-Restaurants eröffnete. Auch das war erfolgreich, und heute gibt es zwölf Filialen vom Modern Toilet Restaurant in Taiwan und Hongkong. In Taiwan sind Themen-Restaurant sehr beliebt, andere Konzepte spielen mit der Welt der Gefängnisse und Krankenhäuser.

Bildquellehttps://www.pinterest.de

 

Otohime, die Geräuschprinzessin

Japanische Frauen finden Geräusche beim Toilettengang so peinlich, dass sie permanent die Klospülung betätigen, um ihre eigenen Geräusche zu übertönen. Dabei wird viel so Wasser verschwendet (ca. 20 Liter pro Spülung), dass es mehrere Aufklärungskampagnen gab, um dieses Verhalten zu ändern. Vergeblich.

So wurde schließlich ein Gerät entwickelt, das auf Knopfdruck das Geräusch einer Klospülung liefert, damit das Wasser gespart werden kann. Ein bekannter Markenname ist „Otohime“, wörtlich übersetzt Geräuschprinzessin, und benannt nach der gleichnamigen japanischen Göttin.

„Otohime“ wird als separates Wandgerät ebenso angeboten wie als integrierte Toilettenfunktion und ist auf fast allen öffentlichen Toiletten in Japan anzutreffen. Allerdings nur auf Damentoiletten, bei den Herren besteht keine Nachfrage.

Bildquelle: www.geraeuschprinzessin.de

 

Die abenteuerlichsten Toiletten der Welt

Dass der Abort auch ein ganz besonderer Ort sein kann, zeigt der Bildband „Toiletten. Eine Reise zu den stillen Örtchen dieser Welt“ vom Lonely Planet-Verlag. Er präsentiert 96 skurrile, stylische oder besonders aussichtsreich gelegene Toiletten überall auf der Welt – mit ungewöhnlichen Bildern, kurzen und kurzweiligen Texten und kleinen Karten für die Standortsuche.

Link zum Buch: https://www.amazon.de/Toiletten-Stillen-Örtchen-dieser-Reisebildbände/dp/3829726627

Bildquelle: Klohäuschen in British Columbia, Kanada (Bild: ©Chris Kolaczan/500px)

 

Die Toilette des Jahres – loo of the year

In England wird seit 1987 die Toilette des Jahres gewählt. Veranstalter ist die British Toilet Association in Zusammenarbeit mit diversen Sponsoren. Höchste Kategorie sind fünf Sterne. www.loo.co.uk

Bildquelle: Wetherspoon Bribbar, https://www.loo.co.uk/91/Pubs-Wine-Bars

 

 

Poop Desert Café, Toronto

Im August 2016 hat das Poop Desert Café in Toronto seine Klodeckel geöffnet. Auch dort sitzt man auf Toilettenstühlen und isst aus Geschirr in Form von Kloschüsseln.

Die Besitzerin Lien Nguyen, die kulinarisches Management studiert hat und ausgebildete Köchin ist, war vom Modern Toilet Restaurant so begeistert, dass sie nun ihre eigene Version davon in Kanada anbietet. Es gibt zunächst nur Nachspeisen, braune Desserts wie Schokoladen-Eis und -Pudding sowie asiatische Nachspeisen wie thailändische Ice Cream Rolls, eine Bohnenpaste namens Patbingsu, Hongkong-Waffeln und Bubble Tea.

Bildquelle: Poop Cafe/Facebook

 

Quelle: https://www.scheisse-museum.de/ins-museum/rund-um-die-toilette/