Ihre perfekten druckdaten

Es ist so weit: Ihre Baumwolltaschen, Stoffbeutel oder -rucksäcke liegen bei uns in der Textildruckerei und warten auf die Farbe. Damit wir mit Ihrem individuellen Druck starten können, fehlen jetzt nur noch Ihre Druckdaten.

Damit keine Missverständnisse beim Druck auftreten und Sie Ihre Werbemittel in der gewünschten Top-Qualität erhalten, ist es wichtig, dass Sie uns die Druckdaten korrekt übermitteln. An der einen oder anderen Stelle gibt es aber Stolpersteine – wir geben Ihnen in diesem Artikel daher wichtige Tipps, damit alles nach Plan läuft, und erklären dabei auch gleich noch ein paar wichtige Fachbegriffe.

Welches Dateiformat sollten die Druckdaten für bedruckbare Baumwolltaschen haben?

Wenn Sie Bilder auf Ihrer Digitalkamera oder auf dem Smartphone speichern, haben diese in der Regel das JPEG-Format. Das gilt auch für Fotos im Internet. Dort finden Sie außerdem noch recht häufig die Dateiformate GIF und PNG.

Können wir damit unsere Taschen bedrucken? Reicht es aus, wenn Sie einfach Ihr Logo von Ihrer Website herunterladen und uns per E-Mail schicken, damit wir dieses Logo im Großformat auf eine Baumwolltasche drucken? Nein, das wird leider nicht der Fall sein. Alle verfügbaren Dateiformate haben ihre ganz speziellen Eigenschaften und damit auch Vor- und Nachteile. Die wichtigste Unterscheidung ist die zwischen Pixel- und Vektorgrafiken. Denn für den Sieb- oder Transferdruck, welcher bei der Veredelung von Werbetaschen zum Einsatz kommt, sind Vektordaten das A und O.

Vektorgrafiken: Logos und Schriften in jeder Größe

Vektoren geben als Pfade Anweisungen, wie das Bild verläuft. Die Vektordaten definieren zum Beispiel kurvige Verläufe. Egal in welcher Größe: Die Grafik wird immer aus den Vektoren berechnet. Ebenso lässt sich die Farbe im Vektor festlegen und leicht anpassen – aus einem schwarzen oder bunten Logo wird zum Beispiel ein weißes Logo, wenn eine farbige Baumwolltasche bedruckt werden soll.

Ein weiterer Grund dafür, dass Vektorgrafiken für Druckdaten in der Regel zu bevorzugen sind: Sie eignen sich für alle Druckverfahren. Sogar Gravuren und Prägedruck sind damit möglich.

Zu den Vektorgrafiken zählen Dateien mit den Formaten .ai oder .eps.

Die Vorteile von Vektorgrafiken:

  • die Größe lässt sich ohne Qualitätsverlust beliebig ändern
  • schärfere Abbildung von Schriften
  • Einfärben möglich
  • geringe Dateigröße
  • mehr Drucktechniken möglich

Sie sehen also: Für Logos, Schriftzüge und Grafiken sind Vektordaten die perfekte Wahl. Unabhängig von der benötigten Größe und Auflösung bilden sie die Grundlage für ein makelloses Druckprodukt; das gilt im Übrigen nicht nur für den Textildruck, sondern auch für viele weitere Druckverfahren. Falls ein Logo oder Schriftzug nur als Pixelgrafik vorliegt, lässt sich diese mit entsprechenden Bildbearbeitungsprogrammen in eine Vektorgrafik umwandeln.

Dateiformate vektorbasiert
Dateiformate pixelbasierend

Pixelgrafiken: Ideal für Fotodruck

Bei Pixelgrafiken wird für jeden einzelnen Bildpunkt ein Farbwert definiert. Diese Vorgehensweise eignet sich perfekt für Fotos mit feinsten Farbabstufungen. Wenn Ihre Grafik aber nur große, jeweils einfarbige Elemente enthält, werden ihre Dateien schnell größer als nötig.

Aus dem Pixel wird beim Druck ein Bildpunkt. Als Druckverfahren eignen sich zum Beispiel Offsetdruck oder Siebdruck.

Zu den bekannten Pixelgrafiken zählen die Formate .jpg, .tif, .png oder .gif. Wobei .png und .gif Dateien nicht für den Druck geeignet sind.

Die Vorteile von Pixelgrafiken:

  • viele Farbabstufungen möglich
  • ideal für Fotos
  • ideal für Anzeige auf Bildschirmen
  • auch von Laien gut und intuitiv zu bearbeiten

Druckdaten – Die richtige Größe & Bildauflösung wählen

Was auf Ihrem Monitor noch scharf aussieht, wirkt auf Stoff gedruckt schon wieder ganz anders. Bei der Übermittlung der Druckdaten gilt es, die richtige Balance zwischen der Auflösung und der Dateigröße zu finden. Denn der elektronische Versand der Druckdaten kann ganz schön ressourcenintensiv sein und eine Weile dauern, wenn Sie uns riesige Dateien schicken, die wir so gar nicht benötigen. Trotzdem soll das gedruckte Motiv scharf sein.

Welche Auflösung ausreicht, kommt auf die Größe und den Betrachtungsabstand an. In der Regel reichen für den Druck auf Taschen und Beutel 300 – 356 dpi aus. Niedrigere Auflösungen von 100 – 150 dpi sind erst ab einer Druckgröße im A2-Format sinnvoll.

Sie möchten natürlich nicht, dass Ihr Druckmotiv an den Seiten abgeschnitten wird oder seine Wirkung nicht vollständig entfalten kann. Sowohl vom Druckverfahren als auch vom konkret zu bedruckenden Werbeartikel hängen Parameter wie Beschnittzugabe und Sicherheitsabstand ab. Wir teilen Ihnen selbstverständlich die genauen Spezifikationen für Ihr gewünschtes Druckprodukt vorab mit.

Was bei Schriften im Werbedruck & Stoffdruck zu beachten ist

Sie wollen mit Ihren Werbeartikeln eine Botschaft vermitteln. Daher sollten Schriften gut lesbar sein und feine Linien nicht einfach im Druckbild verschwinden.

Einer der wichtigsten Punkte, der zu beachten ist: Ihre Schriften sollten immer als Pfade in die Druckdatei eingebunden sein. Wenn Sie diesen Schritt überspringen, kann es sein, dass wir die Schrift, die auf ihrem Firmencomputer noch so schick aussah, gar nicht drucken können, weil sie eben nur dort installiert ist. Außerdem ist die Schriftgröße so ohne Qualitätsverluste beliebig skalierbar.

Beim Stoffdruck sind Effekte wie Antialiasing oder Weichzeichner, die auf dem Monitor gut aussehen, eher hinderlich. Auf der Naturfaser entstehen dann unscharfe Kanten.

Die Texthöhe sollte mindestens 8 pt betragen, damit die Schrift auch auf Ihren Werbegeschenken gut lesbar ist. Die Strichstärke sollte 1pt breit sein – je nach bedrucktem Material oder Taschenmodell noch breiter, zum Beispiel beim groben Gewebe eines Jutebeutels.

Farben – so stimmt der Farbraum

Auf dem Bildschirm sieht alles perfekt aus – die Farben leuchten genau in den Nuancen, die Sie sich vorgestellt haben. Dass das Druckergebnis genauso aussieht, passiert allerdings nicht automatisch. Es sind einige Punkte zu beachten, damit das Ergebnis am Ende nicht enttäuscht.

Unabhängig vom Verfahren hat auch das jeweilige Druckmedium Einfluss auf das Gesamtbild. Die ICC-Farbprofile, die Sie für Ihr professionelles Grafikprogramm installieren können, helfen bei einer möglichst einheitlichen Farbwiedergabe.

Elementar wichtig ist die Wahl des korrekten Farbraums – wir stellen Ihnen die im Alltag wichtigsten Farbsysteme kurz vor:

RGB

Die RGB-Darstellung kennen Sie von Ihrem Computermonitor, Ihrem Fernseher, Ihrem Smartphone oder anderen elektronischen Geräten. Dieser Farbmodus eignet sich allerdings nicht für einen farbtreuen Druck – dafür müssen Sie in ihrer Grafiksoftware einen anderen Farbmodus speziell für den Druck auswählen.

CMYK

Das CMYK-Farbprofil ist für den Druck konzipiert und kommt vor allem beim Offsetdruck häufig zum Einsatz. Es umfasst die Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Key (Schwarz). Aus ihnen lassen sich im modernen Vierfarbdruck Millionen von Farbnuancen zusammenmischen. Die vier Farben werden nacheinander in verschiedenen prozentualen Anteilen gedruckt.

PANTONE®-Farbspektrum

Im PANTONE®-Farbspektrum kommen beim Mischen insgesamt 14 Farben zum Einsatz, aus denen Volltonfarben gemischt werden. Das heißt: Erst wird gemischt, dann gedruckt. Vor allem einfarbige Flächen wirken durch dieses Verfahren in Kombination mit einem feinen Druckraster sehr sauber. Durch den Einsatz von Sonderfarben und mehr Grundfarben zum Mischen lässt sich ein noch größeres Farbspektrum erzielen.

Vorteile:

  • sehr reine und leuchtende Farben
  • feines Druckraster
  • auch Sonderfarben möglich
  • ideal für große Auflagen

In Druckereien ist das PANTONE®-Verfahren beim Offsetdruck und Siebdruck verbreitet – und auch wir bei Mister Bags setzen das Farbprofil Pantone Solid Coated für den Stoffdruck ein.

Farberaeume

Zusammenfassung: So sehen Ihre perfekten Druckdaten aus

Sie haben sich entschieden, welches Druckmotiv Ihre Taschen von Mister Bags tragen sollen, das gewünschte Taschenmodell ausgewählt und bestellt. Hier finden Sie noch einmal unsere Checkliste für die Druckdateien:

  • alle Bilder und Schriften sind in Pfade umgewandelt und in die Datei eingebettet
  • alle Schriften in Konturen ohne Antialiasing, mit mindestens 8pt Texthöhe
  • Strichstärke mindestens 1 pt
  • alle Farbangaben erfolgen nach Pantone C
  • Größen und Beschnittzugaben nach unseren Angaben für Ihren Druckauftrag
  • Sie liefern uns die Grafikdateien Ihrer Druckdaten am besten im .eps-Format
  • PDF-Dateien speichern Sie als PDF/X3 ab

Sollten Sie dennoch Unterstützung bei der Erstellung der Druckdaten benötigen, stehen wir Ihnen gerne als Partner für die Aufbereitung zur Seite.

Zum Download:

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2021-11-03T18:08:09+01:00
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